Förderung des Ökologischen Landbaus und von Agrarumwelt- und Tierschutzmaßnahmen

Fleischrinder der Rasse Highland CattleBild vergrößern
Fleischrinder der Rasse Highland Cattle

Wie in den vergangenen Jahren fördert das Land NRW die Umstellung auf den ökologischen Landbau und die Umsetzung freiwilliger Agrarumwelt- und Tierschutzmaßnahmen. Hiermit sollen in erster Linie Beiträge zum Erhalt der Biodiversität und zum Schutz abiotischer Ressourcen, wie z.B. dem Gewässerschutz erbracht werden. Am 15.05.2018 startet das Grundantragsverfahren für die folgenden Fördermaßnahmen:

Die Grundanträge können bis zum 02.07.2018 bei Ihrer zuständigen Kreisstelle eingereicht werden.

Wer bereits über eine Bewilligung verfügt, kann bis zum 15. Mai 2018 über das ELAN-Antragsverfahren seine Auszahlungsanträge stellen. Es gelten die Nachfristregelungen der Direktzahlungen. Das jährliche Einreichen eines Auszahlungsantrages ist eine Voraussetzung für den Erhalt der Zuwendung. Wer neu in eine der Fördermaßnahmen einsteigen möchte, kann bis zum 2. Juli 2018 einen Grundantrag mit Verpflichtungsbeginn 2019 bei seiner Kreisstelle einreichen. Für den Anbau von Zwischenfrüchten beginnt der Verpflichtungszeitraum bereits am 1. Juli 2018.

Im folgenden Beitrag werden die mehrjährigen flächenbezogenen Agrarumweltmaßnahmen (AUM) und der Ökologische Landbau kurz vorgestellt. Weiterführende Informationen zur Prämienhöhe oder den Fördervoraussetzungen erhalten Sie in der Rubrik Ländlicher Raum. Dort finden Sie neben den aktuellen Richtlinien auch die Antragsformulare und Merkblätter zum Auszahlungsantrag.

Nachfolgend eine Beschreibung der Maßnahmen in Kurzform.

Vielfältige Kulturen im Ackerbau

  • Die Verpflichtungen beziehen sich auf die gesamte Ackerfläche des Betriebes. Ausgenommen sind diejenigen Ackerflächen, die nicht mehr für die landwirtschaftliche Erzeugung genutzt werden. Es müssen jährlich mindestens fünf verschiedene Hauptfruchtarten mit festgelegten Anbauanteilen angebaut werden. Für jede Hauptfruchtart ist ein Anbauanteil von mindestens 10 und maximal 30 % der Ackerfläche einzuhalten. Für Raufuttergemenge mit Leguminosenanteil als Hauptfrucht ist ein Umfang von bis zu 40 % der Ackerfläche zulässig.
  • Der Getreideanteil darf maximal 66 % der Ackerfläche betragen, der Anteil an Gemüse und anderen Gartengewächsen maximal 30 % und mindestens 10 % der Ackerfläche sind mit Leguminosen oder Leguminosengemengen zu bestellen.
  • Werden mehr als fünf Hauptfruchtarten angebaut, können Hauptfruchtarten zusammengefasst werden, um den Mindestanteil zu erreichen. So können beispielsweise 5 % Wintergerste und 8 % Wintertriticale zu einer Hauptfruchtart zusammengefasst werden.
  • Zur Vermeidung einer Doppelförderung erfolgt bei gleichzeitiger Förderung des Ökologischen Landbaus oder gleichzeitiger Beantragung von Leguminosenflächen als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) im Rahmen des Greenings ein Prämienabzug. Für alle förderfähigen Ackerflächen wird nur der geringere Prämiensatz gewährt, sobald eine Leguminosenfläche als ÖVF angegeben wird.

Extensive Grünlandnutzung

  • Die Verpflichtung der extensiven Bewirtschaftung umfasst das gesamte Dauergrünland des Betriebes. Förderfähig sind die im Flächenverzeichnis mit den Nutzartcodes 459, 480 und 492 ausgewiesenen Dauergrünlandflächen. Diese Flächen werden auch als Bezugsgröße für die Berechnung des durchschnittlichen Mindestviehbesatzes von 0,6 raufutterfressenden Großvieheinheiten (RGV) und Höchstviehbesatzes von 1,4 RGV herangezogen. Der Mindestviehbesatz darf dabei an nicht mehr als 50 Tagen eines Verpflichtungsjahres (1. Januar  bis 31. Dezember) unterschritten werden.
  • Es dürfen weder Pflanzenschutzmittel noch mineralische Stickstoffdünger oder organische und organisch-mineralische Düngemittel gemäß Anlage I der Düngeverordnung ausgebracht werden. Ein Wirtschaftsdüngereinsatz muss auf eine Menge, die einem Äquivalent von 1,4 Großvieheinheiten (GVE) je ha entspricht, reduziert werden.
  • Es besteht ein absolutes Dauergrünlandumbruchverbot, das auch Pflegeumbrüche einschließt. Ein Verstoß gegen diese Verpflichtung führt ab einer umgebrochenen Fläche von 0,25 ha unmittelbar zu einer Kürzung des Zuwendungsbetrages. Pflegeumbrüche sind nur in Ausnahmefällen und nach Genehmigung durch die Landwirtschaftskammer NRW zulässig. Neben diesen maßnahmenspezifischen förderrechtlichen Regelungen gelten Umwandlungsverbote im Greening und fachrechtliches Umwandlungsverbot von Dauergrünland und Dauergrünlandbrachen nach Naturschutz- und Wasserrecht davon unberührt weiter.
  • Beregnung oder Entwässerungsmaßnahmen dürfen nicht vorgenommen werden.
  • Das Dauergrünland muss mindestens einmal jährlich beispielsweise durch Mahd und Abfuhr des Auswuchses oder Beweidung genutzt werden.

Blüh- und Schonstreifen

  • Gefördert wird die Anlage von ein- oder mehrjährigen Blüh- und Schonstreifen auf den Acker- oder Dauerkulturflächen, mit einer Breite von mindestens 6 bis maximal 12 m, entlang der Schlaggrenze oder innerhalb des Bezugsschlages. Alternativ können auch Blüh- und Schonflächen von maximal 0,25 ha je Schlag angelegt werden. Es sind die in NRW festgelegten Saatmischungen zu verwenden. Im Falle einer Kontrolle müssen Belege vorgelegt werden können. Daher ist es ratsam, die Rechnungen aufzubewahren.
  • Der Umfang an Blüh- und Schonstreifen darf maximal 20 % des Bezugsschlages betragen. Dabei ist je Schlag auch eine Kombination aus mehreren Blüh- und Schonstreifen und maximal einer Blüh- und Schonfläche möglich.
  • Die Einsaat im ersten Verpflichtungsjahr oder bei einer Verlegung von Flächen, muss spätestens bis zum 15. Mai vorgenommen werden. Grundsätzlich sollen die Streifen und Flächen an Ort und Stelle beibehalten werden. Werden sie verlegt, ist dies erst nach Ernte der Hauptfrucht und frühestens ab dem 1. August zulässig. Der im ersten Auszahlungsjahr festgestellte Bewilligungsumfang ist jedoch über den gesamten Verpflichtungszeitraum beizubehalten. Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf den Blüh- und Schonstreifen/-flächen ist unzulässig.
  • Außer für Pflegemaßnahmen und etwaige Nachsaaten dürfen auf den Blüh- und Schonstreifen/-flächen keine anderweitigen Bearbeitungsmaßnahmen durchgeführt werden. Das Befahren ist ausschließlich für diese Maßnahmen erlaubt.
  • Mindestens alle zwei Jahre ist der Aufwuchs zu mulchen oder zu mähen und ganzflächig zu verteilen. Der Aufwuchs darf dabei nicht genutzt werden.
  • Diese Pflegemaßnahmen dürfen erst nach dem 31. Juli eines Jahres durchgeführt werden. 

Werden Blüh- und Schonstreifen gleichzeitig als ÖVF angemeldet, erfolgt ein Prämienabzug in Höhe von 380 €/ha.

Anlage von Uferrand- und Erosionsschutzstreifen

  • Gefördert wird die Anlage von Uferrand- oder Erosionsschutzstreifen auf Ackerflächen entlang von Oberflächengewässern, durch Einsaat mehrjähriger Grasarten oder gräserbetonter Mischungen auf einer Breite von fünf bis zu 30 m. Die angelegten Streifen müssen über den gesamten fünfjährigen Verpflichtungszeitraum beibehalten werden. Die Einsaat muss vor dem 1. April des ersten Verpflichtungsjahres erfolgen.
  • Der Aufwuchs der Fläche muss mindestens einmal jährlich gemäht und abgefahren oder gemulcht und ganzflächig verteilt werden, jedoch frühestens ab dem 1. Juli eines Jahres. Die Nutzung des abgefahrenen Aufwuchses unterliegt keinen spezifischen Bedingungen.
  • Der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln ist nicht zulässig.
  • Entwässerungsmaßnahmen, Meliorationsmaßnahmen und die Beweidung des Streifens, einschließlich der angrenzenden Böschung, sind unzulässig. Auch eine über die Abfuhr des Mähguts hinausgehende Nutzung der Fläche, die zur Beeinträchtigung der Begrünung führt, sowie eine Bodenbearbeitung, die über eine notwendige Nachsaat hinausgeht, sind nicht zulässig.
  • Werden die Uferrand- oder Erosionsschutzstreifen gleichzeitig als ÖVF beantragt, erfolgt ein Prämienabzug in Höhe von 380 €/ha.

Anbau von Zwischenfrüchten

  • Gefördert wird der Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten innerhalb einer festgelegten Förderkulisse zum Zweck der Winterbegrünung nach der Ernte der Hauptfucht. Bewilligt werden können maximal 50 % der zum Zeitpunkt der Grundantragsstellung innerhalb der Förderkulisse liegenden bewirtschafteten förderfähigen Ackerfläche des Betriebes. Der Mindestumfang beträgt 20 %. Dieser muss über den gesamten Verpflichtungszeitraum von fünf Jahren eingehalten werden.
  • Bitte beachten Sie, dass es bei Unterschreitung der 20 %-Grenze keine Ausnahmen gibt. Es ist nicht ausreichend, auf allen Flächen, die in der Förderkulisse bewirtschaftet und auf denen eine Sommerung als Hauptkultur folgt, Zwischenfrüchte anzubauen.
  • Die Zwischenfrüchte oder Untersaaten müssen winterhart oder ausreichend kältetolerant sein und dürfen keine Leguminosen enthalten. Erfolgt die Aussaat der nachfolgenden Hauptkultur mittels Mulch- oder Direktsaatverfahren ist auch der Anbau von abfrierenden Zwischenfrüchten und Untersaaten möglich.
  • Die Einsaat der Zwischenfrüchte ist nach Ernte der Hauptkulturen bis zum 5. September aktiv mit ortsüblichen Bestellmethoden vorzunehmen, also keine Selbstbegrünung. Nach spät räumenden Hauptkulturen können die Aussaat von Ölrettich, Winterrübsen und Senf bis zum 15. September und die Aussaat von Welschem Weidelgras und Grünroggen bis zum 1. Oktober erfolgen.
  • Pflanzenschutzmittel und Stickstoffdünger dürfen auf den Zwischenfruchtflächen nicht ausgebracht werden. Eine Startdüngung nach Anbau von Getreide ist zulässig.
  • Die Zwischenfrüchte und Untersaaten müssen bis zum 15. Februar des Folgejahres beibehalten werden. Sie dürfen im Anschluss nur mechanisch beseitigt werden. Der Einsatz von Totalherbiziden ist ausgeschlossen. Eine Nutzung durch Mahd und Abfuhr ist möglich, sofern es sich um ausreichend winterharte Zwischenfrüchte handelt. Eine Beweidung ist vor dem 16. Februar nur im Rahmen der Wanderschäferei zulässig.
  • Die Zwischenfürchte und Untersaaten dürfen nicht in eine Hauptkultur überführt werden, das heißt es muss eine aktive Einsaat einer Sommerung als Hauptkultur erfolgen.
  • Im Verpflichtungszeitraum muss an mindestens zwei Beratungsangeboten der mit der Wasserrahmen-Richtlinien-Beratung im Bereich Nährstoffe beauftragten Stelle teilgenommen werden. Wobei die erste Teilnahme spätestens mit dem dritten und die zweite spätestens mit dem fünften Auszahlungsantrag belegt und die Teilnahmebescheinigung bei der zuständigen Kreisstelle der Landwirtschaftskammer eingereicht werden muss. Teilnehmer mit Bewilligungen aus dem Jahr 2015 müssen die Teilnahmebescheinigungen spätestens mit dem Auszahlungsantrag 2018 einreichen.
  • Bis zum 15. Oktober ist jährlich eine Herbsterklärung (Verzeichnis zum Zwischenfruchtanbau) bei der zuständigen Kreisstelle einzureichen.
  • Bei der Antragstellung muss beachtet werden, dass aufgrund von Änderungen der Schlagaufteilung gegenüber dem Vorjahr eine Teilschlagbildung erforderlich sein kann. Im Auszahlungsantrag 2018 sind die in der vergangenen Herbsterklärung 2017 gemeldeten Zwischenfruchtflächen zu beantragen. Teilschläge können nur in vollem Umfang beantragt werden. Es ist darauf zu achten, dass sich die im Herbst 2017 mit Zwischenfrüchten bestellten Flächen gegebenenfalls durch Teilschlagbildung im Auszahlungsantrag 2018 genau wiederfinden lassen.
  • Werden Zwischenfrucht- und Untersaatflächen gleichzeitig als ÖVF angemeldet, erfolgt ein Prämienabzug in Höhe von 75 €/ha.

Zucht und Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen

Diese Maßnahme nimmt eine gewisse Sonderstellung ein, da sie zwar einen Tierbezug hat, im Programm Ländlicher Raum jedoch den Agrarumweltmaßnahmen zugeordnet wird.

Förderfähig sind die Zucht und Haltung bedrohter Haus- und Nutztierrassen, die in der Datenbank „TGRDEU“ (Zentrale Dokumentation Tiergenetischer Ressourcen in Deutschland) in definierten Gefährdungskategorien geführt werden. Die Förderung bezieht sich auf seltene Rinder-, Schaf-, Pferde-, Schweine- und Ziegenrassen.

Maßnahmenspezifische Zuwendungsvoraussetzungen

  • Der Zuwendungsempfänger hält die Tiere selbst und zwar in NRW und führt den Nachweis, dass er an einem Zucht- und Reproduktionsprogramm einer staatlich anerkannten Züchtervereinigung in NRW teilnimmt.
  • Für Rinder, Pferde und Schweine legt er der zuständigen Kreisstelle eine Zuchtbescheinigung oder den Eintrag ins Zuchtbuch vor.
  • Für Schafe und Ziegen ist die Zuchtbescheinigung oder Bestandsliste der ins Zuchtbuch eingetragenen oder am Reproduktionsprogramm teilnehmenden Tiere vorzulegen.
  • Der mit dem Grundantrag beantragte Umfang an Tieren ist über den gesamten Verpflichtungszeitraum von fünf Jahren beizubehalten. Ausscheidende Tiere müssen innerhalb von sechs Monaten ersetzt werden.

Ökologischer Landbau

  • Zentrale Fördervoraussetzung ist die Einhaltung der EG-Ökoverordnung im gesamten Betrieb. Der Betrieb muss jährlich durch die Ökokontrollstelle nach EG-Ökoverordnung kontrolliert werden. Die Bescheinigung über diese Kontrolle ist vom Antragssteller innerhalb von sechs Wochen nach der Kontrolle bei der zuständigen Kreisstelle der Kammer einzureichen.
  • Im Rahmen der Unterglasförderung sind auch Gewächshäuser, die nicht aus Glas bestehen, förderfähig, sofern sie eine Stehwandhöhe von mindestens 3 m und eine automatische Lüftungsregelung aufweisen. Die Nutzungsdauer muss mindestens neun Monate je Jahr betragen und ist seitens des Antragsstellers nachzuweisen und im Auszahlungsantrag zu bestätigen. Folientunnel sind nicht förderfähig. Im Auszahlungsantrag ist die Grundfläche des Gewächshauses als Bestandteil des Flächenverzeichnisses anzugeben. Verbindungsgänge, Lagerbereiche, Sozialräume oder sonstige nicht dem Anbau dienende Bereiche dürfen nicht beantragt werden. Von der Grundfläche erfolgt im Rahmen des Auszahlungsverfahrens pauschal ein Abzug von 10 % für Wege.
  • Es besteht ein absolutes Dauergrünlandumbruchverbot. Ein Verstoß gegen diese Verpflichtung führt ab einer umgebrochenen Fläche von 0,25 ha unmittelbar zu Prämienkürzungen innerhalb der Fördermaßnahme. Ebenfalls unzulässig sind Pflegeumbrüche. In Ausnahmefällen kann die Bewilligungsbehörde jedoch eine Genehmigung hierfür erteilen. Neben diesen maßnahmenspezifischen förderrechtlichen Regelungen gelten Umwandlungsverbote im Greening, im Falle des Verzichts auf Greeningbefreiung, und fachrechtliches Umwandlungsverbot von Dauergrünland und Dauergrünlandbrachen nach Naturschutz- und Wasserrecht davon unberührt weiter.
  • Betriebe, die Prämien für Dauergrünland beantragen, müssen im jeweiligen Verpflichtungsjahr einen durchschnittlichen Viehbesatz von mindestens 0,3 RGV je ha Dauergrünland einhalten.

Haltungsverfahren auf Stroh

  • Die Tierschutzmaßnahme wird für alle Tiere des beantragten Betriebszweigs in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 durchgeführt.
  • Förderfähige Betriebszweige sind Milchviehhaltung, Mutterkuhhaltung, Rinderaufzucht/Färsenmast, Bullenmast, Schweinezucht und sonstige Schweinehaltung.
  • Die tageslichtdurchlässige Fläche beträgt bei Rindern mindestens 5 % und bei Schweinen mindestens 3 % der Stallgrundfläche.
  • Die uneingeschränkt nutzbare Stallfläche hat eine bestimmte Mindestgröße. Diese variiert je nach Betriebszweig.
  • Es ist eine ausreichende Anzahl an Liegeplätzen auf der nicht perforierten oder planbefestigten Stallfläche vorhanden.
  • Die Liegeplätze werden regelmäßig mit Stroh eingestreut, sodass sie trocken und ausreichend gepolstert sind.
  • Es gibt eine ausreichende Anzahl an Futterplätzen bei Rindern.
  • Die Rinder werden mindestens in der Zeit vom 1. Januar bis 15. März und vom 16. bis 31. Dezember im Stall gehalten.
  • Die Bagatellgrenze beträgt 550 €.

Welche Flächen werden gefördert?

Grundsätzlich bemisst sich die maximal förderfähige Fläche am Bewilligungsumfang. Gegebenenfalls gibt es darüber hinaus definierte Obergrenzen, wie einer maximal förderfähigen Breite.

In den ganzbetrieblichen Maßnahmen vielfältige Kulturen, extensive Grünlandnutzung, Anbau von Zwischenfrüchten und Ökologischer Landbau können neu in den Betrieb aufgenommene und selbst bewirtschaftete Flächen unter dem Vorbehalt ausreichend verfügbarer Haushaltsmittel ebenfalls gefördert werden, sodass in der Regel keine Ersetzungsanträge erforderlich sind. Die förderfähige Fläche wird im jeweiligen Antragsjahr anhand des Flächenverzeichnisses aus dem Sammelantrag ermittelt. Für den Anbau von Zwischenfrüchten wird, neben den im Flächenverzeichnis und Auszahlungsantrag angegebenen Flächen, auch die Herbsterklärung zur Ermittlung der förderfähigen Fläche herangezogen. Für aus dem Betrieb ausscheidende Flächen muss keine Rückzahlung erfolgen.

Bei den Blüh- und Schonstreifen und den Uferrand- und Erosionsschutzstreifen bildet die im Grundantragsverfahren bewilligte Fläche die maximal förderfähige Fläche, die über den gesamten Verpflichtungszweitraum von fünf Jahren beibehalten werden muss. Mit dem ersten Auszahlungsantrag wird gegebenenfalls die Bewilligung auf den tatsächlich angelegten und förderfähigen Umfang nach unten korrigiert, sofern weniger förderfähige Fläche festgestellt wurde als im Grundantrag beantragt.

Kombination mit ökologischen Vorrangflächen

Grundsätzlich ist die gleichzeitige Beantragung von im Rahmen dieser Maßnahmen geförderten Flächen mit ÖVF möglich. Der Antragsteller trägt in diesen Fällen die Verantwortung dafür, dass er sowohl die maßnahmenspezifischen Verpflichtungen der AUM als auch die des gewählten ÖVF-Typs einhält. Weil im Rahmen der Agrarumweltförderung einige Maßnahmen gefördert werden, die auch für den Erhalt der Greeningprämie verpflichtend sind, wird zur Vermeidung einer Doppelförderung in bestimmten Fällen eine Kürzung der AUM-Prämie der vorgenommen.

Antragsverfahren

Für alle oben beschriebenen Maßnahmen gilt wie bisher der 15. Mai 2018 als Antragsfrist für die Auszahlungsanträge für das Verpflichtungsjahr 2018. Grundanträge müssen bis zum 2. Juli 2018 eingereicht werden. Die Auszahlungsanträge sind mit Ausnahme der seltenen Haustierrassen über ELAN zu stellen. Grundanträge reichen Sie bitte fristgerecht in Papierform bei der für Sie zuständigen Kreisstelle ein. Die Antragsformulare und Merkblätter finden Sie in der Rubrik Ländlicher Raum.

Auszahlung

Die Auszahlung der Prämien erfolgt im Zeitraum Januar bis März nach Ablauf des aktuellen Verpflichtungsjahres. Die Bewilligungszeiträume erstrecken sich aus diesem Grund bis zum 30. Juni des Folgejahres nach Beendigung des letzten Verpflichtungsjahres.

Autor: Ann-Kathrin Steinkamp